Was ist im Urlaub?

Reisen bedeutet für jeden, Abstand vom Alltag zu bekommen und durch neue Eindrücke und der Zeit der Erholung gestärkt aus dem Urlaub zurück in das normale Leben zu kommen.

Der erste Urlaub wird einigen Aufwand an Vorbereitungen verursachen, der zweite schon viel weniger, und dann werden Ihre Kinder auch mal ohne Eltern mit einem Rucksack verreisen wollen. Diese Erfahrungen machen alle Eltern, da unterscheiden sich hämophile Kinder in keinster Form von Kindern ohne Hämophilie.

Die Feststellung, dass Ihr Kind an Hämophilie erkrankt ist, bedeutet nicht, dass Sie auf Urlaubsreisen verzichten müssen. Wir möchten Ihnen aufzeigen, dass es mit gewissen Vorkehrungen möglich ist, auch mit einem hämophilen Familienmitglied unbeschwert verreisen zu können. Eine weitere Informationsquelle können Erfahrungsberichte von anderen betroffenen Eltern sein, die Ihnen Mut machen werden, eine schöne Reise zu organisieren.
Die erste Frage ist natürlich: Wo soll die Urlaubsreise hingehen? Auf eine Insel an der Nordsee, auf eine Rundreise durch Amerika oder in den Süden, z. B. in die Türkei?
Bei der Auswahl des Reisezieles wäre es wichtig, sich vorab zu erkundigen, dass es in der Nähe ein Hämophilie-Behandlungszentrum gibt. Eine Liste der Behandlungszentren im In- und Ausland können Sie auf der Webseite der Deutschen Hämophiliegesellschaft bzw. der World Federation of Hemophilia einsehen.
Die Mitnahme von genügend Faktorkonzentrat für den gesamten Urlaub sollte gewährleistet sein. Am besten, Sie besprechen das mit Ihrem Arzt.
Falls Sie Reisen ins Ausland planen, sollten Sie neben den Pässen, Impfpässen, dem Hämophilieausweis (Broschürenbestellung) unbedingt an die vom Arzt unterschriebene Zollbescheinigung denken. Bei Flugreisen benötigen Sie eine gesonderte Bescheinigung des Arztes, dass Sie die Präparate/Utensilien mit an Bord nehmen dürfen. Sonst laufen Sie Gefahr, dass Ihnen die Präparate vom Zoll- oder Flughafenpersonal abgenommen werden. Die Bescheinigungen erhalten Sie in Ihrem Hämophiliezentrum.