Wie kann ich Venen pflegen?

Wenn man sich selber regelmäßig den Faktor spritzt oder gespritzt bekommt, ist eine Pflege der Venen wichtig, damit die Venen gut erhalten bleiben und das Spritzen erleichtert wird.
Jeder Mensch ist verschieden und hat auch unterschiedliche Venenverhältnisse. Die Venen können sich in der Dicke und in der Lage leicht unterscheiden. Außerdem ist die Menge an Fettgewebe unter der Haut verschieden, so dass die Venen bei manchen Menschen leicht zugänglich sind und bei anderen nicht. Probieren Sie selbst aus, was für Ihr Kind oder für Sie hilfreich ist. Hier möchten wir Ihnen einige Tipps mit auf den Weg geben.


Vor der Selbstinjektion


Trinken Sie viel. Wenn man viel Flüssigkeit zu sich nimmt, sind die Venen praller und damit leichter zu finden.
Manchen Betroffenen hilft es, den Arm in ein warmes Wasserbad zu legen. Durch das warme Wasser werden die Venen besser sichtbar. Achtung: Wenn Sie beim Arzt sind und gleichzeitig Blut abgenommen wird, um Gerinnungswerte zu bestimmen, können diese durch das Wasserbad verfälscht sein.
Wenn Sie warm duschen oder vor der Injektion Sport treiben, tritt der gleiche Effekt auf. Die Venen treten hervor und sind leichter zu finden.
Halten Sie den Arm einige Zeit nach unten. Dadurch fließt das Blut verstärkt in Richtung der Hände und dies hilft ebenfalls beim Auffinden der Venen.
Bei Kindern wird manchmal eine bestimmte Salbe oder eine Pflaster (Emla-Pflaster) ca. 30 Minuten vor der Punktion aufgetragen, so dass die Stelle leicht betäubt wird und dadurch weniger Schmerz gefühlt wird. Da man dadurch auch weniger Gefühl für das Einstechen in die Vene hat, mögen viele Betroffene dieses Pflaster nicht.


Welche Vene soll ich benutzen?
 

Leicht zugänglich sind die Venen am Unterarm, in der Ellbogenbeuge oder am Handrücken. Diese werden meist für die Selbstinfusion genutzt.


Soll man immer die gleiche Vene benutzen oder unterschiedliche Venen?


Dies ist schwierig zu beantworten. Jeder Einstich führt zu einer kleinen Verwundung der Ader und des Gewebes. Wenn man oft die gleiche Vene benutzt, kommt es daher an dieser Stelle zu einer Vernarbung und zu einer Verhärtung. Für manche Betroffene ist es einfacher, wenn sie die Venen wechseln, so dass es nicht zu einer Vernarbung kommt. Andere dagegen nutzen gerne dieselbe Vene an der gleichen Stelle, weil diese durch die Vernarbung weniger schmerzempfindlich ist. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Jeder muss herausfinden, welcher Weg für ihn der beste ist.


Nach der Injektion


Vorsicht beim Herausziehen der Nadel. Wenn dies in einem schrägen Winkel passiert, kann es zu einer Verletzung der Vene kommen.
Nach dem Herausziehen der Nadel gut mit einem Tupfer auf die Stelle drücken, damit es nicht blutet. Dann mit einer Wundsalbe oder Pflegecreme die Stelle leicht massieren und die Creme einziehen lassen. So verhindert man auch die Bildung von blauen Flecken an der Injektionsstelle.