Was kostet die Therapie?

Man hört oft, dass die Behandlung der Hämophilie sehr teuer ist. Im Vergleich zu anderen Medikamenten, wie z. B. Kopfschmerztabletten, stimmt das sicherlich. Die Faktorkonzentrate sind teuer, da sie mit großem Aufwand entweder aus menschlichem Blutplasma isoliert und konzentriert werden oder gentechnisch hergestellt werden.

Alle Kosten – sowohl für die Medikamente als auch für die Behandlung – werden von den Krankenkassen übernommen. Das gilt für die gesetzlichen Krankenkassen als auch für die privaten Krankenversicherungen. Ihr Arzt bespricht die Behandlung mit Ihnen, stellt die Rezepte aus, und viele Behandlungszentren sorgen auch für die Lieferung Ihres Faktorkonzentrates. Falls Sie Fragen haben oder doch im Ausnahmefall eine Rückfrage von Ihrer Krankenkasse kommt, besprechen Sie dies ausführlich mit Ihrem Arzt . Er hat viel Erfahrung und kann Ihnen weiterhelfen.

Für Sie als Elternteil eines hämophilen Kindes ist es wichtig, immer darauf zu achten, dass die Faktorgabe dokumentiert wird, bzw. diese selbst aufzuschreiben. Dafür stellt Ihnen Ihr Arzt oder Behandlungsteam gerne einen Kalender – den sogenannten Substitutionskalender – zur Verfügung. Die Dokumentation einer jeden Faktorgabe ist gesetzlich vorgeschrieben.