Behandlung von Konduktorinnen der Hämophilie B

Als Konduktorin der Hämophilie B ist der Blutgerinnungsfaktor IX in Ihrem Blut nicht in dem Maße wie bei blutungsgesunden Menschen vorhanden. Bei Konduktorinnen einer Hämophilie A ist der Blutgerinnungsfaktor VIII erniedrigt.

Zur Behandlung stehen Faktor-IX-Konzentrate zur Verfügung. Da die Restaktivität an Faktor IX in Ihrem Blut relativ hoch ist, bekommen Sie nur eine Behandlung bei Bedarf (im Falle einer Blutung oder einer Operation). Kleinere Blutungen, wie sie im Alltag auftreten können, kommen von alleine zum Stillstand. Nur bei einem größeren Blutverlust ist eine Behandlung erforderlich. Oft können Blutungen auch während und nach der Geburt auftreten. Je nachdem, wie schwer Ihre Blutung ist oder wie schwer die geplante Operation ist, kann Ihr Arzt berechnen, wie viele Einheiten Faktor IX notwendig sind, um eine gute Blutstillung zu erzielen. Die Menge an Faktor IX richtet sich immer nach der Restaktivität an Faktor IX in Ihrem Blut und dem gewünschten Zielspiegel.

Zur Behandlung werden plasmatische und ein rekombinantes Faktor-IX-Konzentrat eingesetzt. Plasmatische Faktor-IX-Konzentrate werden aus menschlichem Blutplasma gewonnen. Das rekombinante Faktor-IX-Konzentrat wird gentechnologisch hergestellt. Sowohl plasmatische als auch das rekombinante Faktor-IX-Konzentrat bieten eine sichere und zuverlässige Therapie bei Konduktorinnen der Hämophilie B.