Ist Sport bei Hemmkörper-Hämophilie erlaubt?

Im Gegensatz zur Vergangenheit gilt heute die Meinung, dass hämophile Kinder Sport treiben sollten. Sport ist eine sehr gute Möglichkeit, sich in eine Gruppe zu integrieren und Leistung zu zeigen. Da Sport auch zum Aufbau des Selbstbewusstseins beiträgt, sollten Sie Ihren Kinder Mut machen, sich eine passende Sportart auszusuchen.

Da bei Ihrem Sohn ein Hemmkörper diagnostiziert ist, sollten Sie in der Phase der Hemmkörper-Eliminationstherapie eher Sportarten wie Schwimmen in Betracht ziehen, da durch den Hemmkörper trotz Faktorgabe das Blutungsrisiko erhöht ist.

Sie können auch gerne im Internet unter dem Begriff Watercise Informationen zu Aquafitness, Tauchen und Wassergymnastik beziehen. Watercise ist ein aus water und exercise zusammengesetztes Wort und steht für speziell für Hämophile entwickelte Trainingsübungen im Wasser. Mit Watercise werden Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit, aber auch Beweglichkeit und Koordination trainiert. Bei Watercise-Veranstaltungen lernen Ihre Kinder andere betroffene Kinder kennen und können spielerisch an das Medium Wasser herangeführt werden.

Für Hämophile werden an sich von Experten folgende Sportarten empfohlen:
- Schwimmen,
- Tischtennis,
- Walken oder Wandern,
- Segeln,
- Fahrradfahren,
- Badminton,
- Kegeln,
- Golf.
Sportarten mit einer erheblichen Verletzungsgefahr, wie z. B. Kampfsport (Karate, Judo) oder Mannschaftsportarten (z. B. Fußball), sind für betroffene Kinder ungeeignet und sollten vermieden werden.