Ist Urlaub mit Hemmkörper-Hämophilie möglich?

Reisen bedeutet für jeden, Abstand vom Alltag zu bekommen und durch neue Eindrücke und der Zeit der Erholung gestärkt aus dem Urlaub zurück in das normale Leben zu kommen.

Die Tatsache, dass Ihr Kind an Hemmkörper-Hämophilie erkrankt ist, bedeutet für Sie eine Veränderung im Alltag und in der Behandlung Ihres Kindes. Deshalb sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich beraten, wie eine kurze Urlaubsreise geplant werden sollte.

Wir möchten Ihnen aufzeigen, dass es mit gewissen Vorkehrungen möglich ist, auch mit einem Kind, das an Hemmkörper-Hämophilie leidet, verreisen zu können. Eine weitere Informationsquelle können Erfahrungsberichte von anderen betroffenen Eltern sein, die Ihnen Mut machen werden, eine schöne Reise zu organisieren.

Bei der Auswahl des Reisezieles, wäre es wichtig, sich vorab zu erkundigen, dass es in der Nähe ein Hämophilie-Behandlungszentrum gibt. Eine Liste der Behandlungszentren im In- und Ausland können Sie auf der Webseite der Deutschen Hämophiliegesellschaft bzw. der World Federation of Hemophilia einsehen.

Die Mitnahme von genügend Faktorkonzentrat für den gesamten Urlaub sollte gewährleistet sein, und zwar einerseits für die Hemmkörperbehandlung und andererseits für die Behandlung von akuten Blutungen.

Da für den Erfolg der dauerhaften Eliminierung der Hemmkörper eine kontinuierliche Therapie sehr wichtig ist, sollten Sie während dieser Therapiephase Ihre Urlaubsreise so gut vorbereiten, dass dies gewährleistet ist. Am besten, Sie besprechen das mit Ihrem Arzt.

Da Impfungen einen Gefahrenpunkt darstellen, sollten Sie in der Zeit der Hemmkörper-Eliminationstherapie Abstand von Fernreisen nehmen, da meistens Impfungen verschiedenster Art vorgeschrieben sind.