Besonderheiten in der Behandlung der Hämophilie

Die Hämophilie ist eine seltene Erkrankung. Viele Kinder- oder Hausärzte kennen sich nicht gut mit dem Krankheitsbild aus, da es in ihrem beruflichen Alltag nicht häufig oder gar nicht vorkommt. Gerade bei dieser Erkrankung ist aber eine gute Behandlung von Anfang an sehr wichtig, da ansonsten schwerwiegende Schäden, wie z. B. Gelenkschädigungen, auftreten können, die den Betroffenen lebenslang einschränken können. Ärzte, die auf die Behandlung der Hämophilie und anderer Gerinnungsstörungen spezialisiert sind, werden Hämophiliebehandler genannt und haben oft die Zusatzbezeichnung „Hämostaseologen".
Häufig erfolgt die Behandlung in Hämophiliebehandlungszentren oder -einrichtungen, die auf Blutgerinnungsstörungen spezialisiert sind. In diesen Zentren ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten, z. B. Orthopäden, gesichert und eine optimale Behandlung der Hämophilie gewährleistet.
Die meisten Hämophiliebehandler bieten über Handy eine 24-Stunden-Erreichbarkeit an. Diese Nummer ist auf dem Notfallausweis des Patienten angegeben.
Daher ist es für Sie als Erzieher/-in oder Lehrer/-in wichtig, über den Notfallausweis des betroffenen Kindes bzw. Schülers informiert zu sein.