Wo finde ich einen geeigneten Arzt?

Die Hämophilie ist schon eine seltene Erkrankung, und das Auftreten von Hemmkörpern kommt noch seltener vor. Daher ist hier die Behandlung durch einen Spezialisten sehr wichtig. Viele Kinder- oder Hausärzte kennen sich nicht gut mit dem Krankheitsbild aus, da es in ihrem beruflichen Alltag nicht häufig oder gar nicht vorkommt. Spezialisten für die Behandlung der Hämophilie und anderer Gerinnungsstörungen werden Hämophiliebehandler genannt und haben oft die Zusatzbezeichnung „Hämostaseologe".

Oft erfolgt die Behandlung in Zentren. Man spricht hier von Hämophiliebehandlungszentren oder -einrichtungen. Ein passendes Zentrum oder einen spezialisierten Arzt gibt es sicherlich auch in Ihrer Nähe.

Eine Liste, in der bundesweit alle Ärzte und Zentren genannt werden, finden Sie auf der Internetseite einer Patientenorganisation, der Deutschen Hämophiliegesellschaft, unter dem Stichwort „Behandler".
 

Als Kriterien für die Einstufung der Ärzte gelten z. B.:
- Anzahl der Patienten,
- 24-h-Erreichbarkeit,
- Notfalldepot,
- Labordiagnostik,
- interdisziplinäre Versorgung vor Ort.

Gerade die Zusammenarbeit mit anderen Ärzten ist wichtig, damit eine gute Behandlung gewährleistet ist und z. B. die Kinderärzte oder Orthopäden bei Fragen zu der Hämophilie einen Ansprechpartner vor Ort haben. Dies gilt umso mehr, wenn bei Ihrem Sohn Hemmkörper aufgetreten sind.